Herren 1 Ein Spiel, sie zu besiegen

Fern im kühlen Osten, wo selbst das Licht der Hallenlampen zu frösteln scheint, wurde die nächste Schlacht der tapferen Recken von Blau-Weiß Aasee geschlagen. In einer Halle so niedrig, dass selbst ein aus dem Stand gepritschter Dankeball den Staub von den Heizkörpern fegte. Es war kein Ort für schwache Nerven. Die Kälte kroch durch Knochen und Trikot, der Atem stand wie Nebel über dem Feld, und jeder Ballwechsel glich eher einem Überlebenskampf als einem sportlichen Wettstreit.
Der erste Satz ging an die Heimmannschaft. Noch suchten die Krieger ihren Rhythmus, noch tasteten sie sich durch die ungewohnten Bedingungen dieser niedrigen, frostigen Festung. Doch wie einst Gefährten nach erstem Zweifel neuen Mut fassten, so erhoben sich auch die Männer vom Aasee.
Was dann folgte, war ein Kampf, der in die Annalen eingehen möge. Die Abwehr stand fest wie die Mauern von Minas Tirith. Bälle, die verloren schienen, wurden mit letzter Kraft gerettet vor dem sicheren Punktverlust. Angriffe wurden mit Mut und Entschlossenheit zu Ende gebracht.
Und am Netz erhoben sich die Blockspieler wie steinerne Wächter. Mehr als einmal hätte man schwören können, eine Stimme über das Feld hallen zu hören. Tief und unerschütterlich wie die eines alten Zauberers:
„Du kommst nicht vorbei!“
Mit jedem erfolgreichen Block wuchs der Glaube, mit jeder spektakulären Rettung der Wille. Und obwohl die Wechselmöglichkeiten rar waren, erwiesen sich genau diese wenigen Wechsel als weise und wirkungsvoll – wie zur rechten Zeit entsandte Verstärkung aus unerwarteter Richtung. Neue Kräfte, neue Impulse, neuer Mut.
Die Gefährten aus Münster kämpften sich zurück ins Spiel, drehten das Schicksal der Partie und rangen dem Gegner schließlich den Sieg ab.
So kehrten sie heim: durchgefroren, gesättigt durch einen massiv langen Long Chicken und siegreich fielen die Gefährten ins Bett.